Widerspruch unberechtigte Inkasso Forderungen

Absender: [Muster-Name, Muster-Anschrift]

Muster-Name der Behörde
Muster-Anschrift der Behörde

Aktenzeichen oder Kundennummer:

Betreff: Widerspruch gegen die von Ihnen gestellte Forderung/Inkassomahnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen die von Ihnen gestellte Forderung vom [Muster-Datum] lege ich hiermit fristgerecht Widerspruch ein.

Der o. g. Bescheid ist nicht rechtmäßig ergangen und daher von Ihrer Seite aufzuheben/zu korrigieren. Für den von mir angeführten Widerspruch gegen die von Ihnen gestellte Forderung liegen folgende Erwägungen zugrunde:

1. Die Anschrift, an welche die Post von Ihnen gesendet wurde, ist nicht korrekt. Dort wohne ich bereits seit [Muster-Zahl] Jahren nicht mehr.

2. Das von Ihnen versendete Schreiben wurde am [Muster-Datum] an mich versendet, kam aber erst am [Muster-Datum] an meiner aktuellen Adresse an. Die Zahlungsfrist wurde jedoch auf den [Muster-Datum] gesetzt. Hier wurde keinerlei Spielraum gelassen, somit ist es nicht zulässig, ein Zwangsvollstreckungsverfahren einzuleiten.

3. Da der angebliche Anspruch bereits [Muster-Zahl] Jahre zurückliegt, kann ich seine Rechtmäßigkeit in keiner Weise nachvollziehen.

4. Ihre Forderungsdarlegung beinhaltet Vollstreckungskosten vom [Muster-Datum] sowie vom [Muster-Datum]. Ich wurde jedoch Ihrerseits nie zuvor kontaktiert oder informiert, dass eine Vollstreckung vorliegt. Auch von Ihrem Auftraggeber wurde ich nicht kontaktiert.

5. Ich habe keinen Vollstreckungsbescheid und auch keine dazugehörige Vollstreckungsklausel von Ihnen erhalten.

6. Die in der Forderungsdarlegung aufgeführten Kontoführungskosten vom [Muster-Datum] sind unzulässig.

7. Sie verweisen auf eine angebliche Titulierung des von Ihnen gestellten Anspruchs. Aus dem von Ihnen aufgelegten Schreiben geht für mich jedoch nicht hervor, über welches gerichtliche Aktenzeichen diese Titulierung laufen soll. Ferner sind weder Anwalts noch Gerichtskosten aufgeführt, was mich an einer tatsächlichen Titulierung zweifeln lässt.

8. Da sich Ihre Forderung auf den _________ bezieht, sind alle nachfolgenden Ansprüche nach § 195 BGB seitdem [Muster-Datum] bereits verjährt.

9. Die von Ihnen genannte Forderung setzt sich aus einer nicht ersichtlichen Kostenaufstellung zusammen. Auf diese habe ich jedoch Anspruch und möchte diesen hiermit geltend machen.

10. Ihrem Hinweis, die von Ihnen gestellten Ansprüche durch eine Zahlung vollumfänglich und rechtswirksam zu akzeptieren, möchte ich mit diesem Schreiben entgegentreten. Ich lehne die von Ihnen gestellte Forderung ab, insofern die von mir geforderten Nachweise nicht erbracht wurden.

Um weiterhin eine unkomplizierte Abwicklung der Sachlage zu schaffen, ersuche ich Sie deshalb, folgende Maßnahmen zu ergreifen:

Ich verlange eine an meine aktuelle Adresse gesendete Forderungsdarlegung, aus welcher hervorgeht, wie sich die Hauptforderung von [Muster-Datum] zusammensetzt. Mir ist nicht bekannt, wie die aufgeführten Kosten sich zusammensetzen. Gegebenenfalls ist dies über den Auftraggeber _________ zu prüfen und detailliert aufzuführen.

Des Weiteren schicken Sie mir bitte eine Forderungsdarlegung, die alle entstanden Kosten innerhalb der Verjährungsfrist ausschließt. Einschließlich unberechtigter Forderungen, wie Kontoführungsgebühren und Vollstreckungskosten. Anderenfalls weisen Sie mir dies bitte nach und bescheinigen Sie die Rechtmäßigkeit der Vollstreckungskosten. Die von Ihnen gestellte Forderungsdarlegung sollte korrekt sein und keine Kosten enthalten, die nirgendwo aufgeführt werden.

Sollten Sie erneut eine Zahlungsfrist festlegen, tragen Sie bitte Sorge, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden und ich als Schuldner einen gewissen Spielraum habe, auf diese zu reagieren. Eine Zwangsvollstreckung kann nur dann stattfinden, wenn dem Schuldner vorher eine ausreichende Zahlungsfrist gesetzt wurde. Die Frist in Ihrem letzten Schreiben betrug gerade mal einen Tag.

Da mir weder eine Vollstreckungsklausel noch ein Vollstreckungsbescheid zugestellt wurde, kann eine Zwangsvollstreckung der Ansprüche ohnehin nicht rechtswirksam angewendet werden.

Um das zuständige Gericht zu kontaktieren und Ihren Anspruch zu überprüfen, teilen Sie mir bitte ein gerichtliches Aktenzeichen mit, aus welchem hervorgeht, seit wann und über welches Gericht die Titulierung läuft. Im Zweifelsfall senden Sie mir ein Dokument, aus welchem hervorgeht, dass der Anspruch tatsächlich tituliert wurde. Dieses werde ich anschließend nach bestem Gewissen prüfen lassen. Nach Erhalt der von mir geforderten Unterlagen werde ich Sie noch einmal kontaktieren.

Um unrechtmäßige Forderungen Ihrerseits anzufechten, behalte ich mir das Recht vor, gegen den von Ihnen gestellten Anspruch erneut Widerspruch einzulegen und gegebenenfalls einen Rechtsbeistand hinzuzuziehen.

Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift: [Muster-Name]

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